Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Citavi Pro

citavilogo

Beim Erstellen umfangreicherer wissenschaftlicher Arbeiten, wie Diplomarbeiten, Masterarbeiten oder Dissertationen hat man als Bearbeiter mit einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten zu kämpfen. Man muss den Inhalt vieler Bücher, Aufsätze und Internetfundstellen beim Verfassen der Arbeit parat haben oder wenigstens schnell auffinden können und die Fundstellen per Zitatangabe korrekt belegen. Doch ohne Hilfsmittel verliert leicht den Überblick.

Citavi ist ein Programm zur Literaturverwaltung, das Studenten und Wissenschaftlern die Arbeit erleichtern will. Die Software ermöglicht das einfache Erfassen der Literaturangaben. Die Eingabe der ISBN-Nummer genügt und per Online-Verbindung fragt Citavi automatisiert verschiedene Internet-Datenbanken ab und speichert die Daten in der lokalen Datenbank. Bei Internetquellen hilft das Citavi-”Picker”-Tool. Im Browser einfach mit einem Rechtsklick das Kontextmenü öffnen und “Website als Titel aufnehmen” wählen.

Neben der einfachen Literaturverwaltung bietet Citavi auch Funktionen zur Wissensorganisation. Man kann zu den einzelnen hinterlegten Titeln Zitate eingeben, Ideen notieren und alles auch übersichtlich ausdrucken lassen. Bei Websites kann man auch automatisiert Screenshots abspeichern. Letzteres ist sehr praktisch, wenn die Website später einmal offline sein sollte

Sind die Literaturangaben einmal in der Datenbank, kann mittels der Zitierfunktion beispielsweise in Microsoft Word eine Citavi-Textmarke eingefügt werden, die etwas kryptisch etwa so aussehen können {Paul 2003 #20: S. 40}. Sobald der Text fertiggestellt ist, wandelt Citavi die Marken in leserliche Fußnoten oder Fundstellennachweise um. Dabei werden unzählige Zitierstile unterstützt. Wer nichts Passendes findet, kann selbst einen erstellen oder einen vorhandenen Stil abändern. Auch Literaturverzeichnisse können per Knopfdruck erstell werden.

Die Bedienung von Citavi ist zwar intuitiv gut möglich, für Neulinge in der Literaturverwaltung jedoch leicht gewöhnungsbedürftig. Die ständig eingeblendeten Hilfefunktionen erleichtern den Einstieg aber ungemein.

Lobend hervorgehoben werden sollte hier auch, dass häufig Softwareupdates zur Verfügung stehen. Ganz offensichtlich ist man von Seiten des Herstellers sehr bemüht, die Software stets weiterzuentwickeln.

Citavi kostet für Geschäftskunden 154 Euro und für Privatanwender 91,63 Euro. Eine kostenlose Version, die nur 100 Datensätze veraltet, kann unter www.citavi.com heruntergeladen werden.

Fazit
Citavi ist ein sehr umfangreiches und leicht zu bedienendes Literaturverwaltungsprogramm. Es bietet eine Vielzahl von Einstellungs- und Ausgabemöglichkeiten. Dem Nutzer steht es frei, alle Funktionen zu nutzen oder beispielsweise nur die Literaturverwaltung ohne die Wissensorganisation. Citavi kann sogar von einem USB-Stick aus gestartet werden und lässt kaum einen Wunsch offen. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Zitate in der Textverarbeitung während der Bearbeitung nicht im Reintext angezeigt werden. Wer sich damit abfinden kann, sollte auf alle Fälle die kostenlose Version testen.

Farstone DriveClone Pro 5

dc5pro_2652


Datensicherung ist ein heikles Thema. Einerseits sind viele Nutzer und Unternehmen existenziell abhängig von ihrem Datenbestand und der Funktionsfähigkeit der Computersysteme, andererseits kostet Datensicherheit Geld. Aber auch wenn einmal in Datensicherungslösungen investiert worden ist, heißt dies nicht, dass diese tatsächlich richtig genutzt werden. Oft sind brauchbare Backups zu alt und deshalb nur eingeschränkt hilfreich.

DriveClone Pro 5 ist eine universell einsetzbare Datensicherugslösung. Das Programm bietet Funktionen zur Sicherung einzelner Dateien auf einem andern Datenträger und es können, wie der Titel bereits vermuten lässt, Festplatten 1:1 geklont werden. Weiterhin ist auch das Backup des gesamten Betriebssystems in eine Imagedatei möglich. Bei der Sicherung des gesamten Betriebssystems kann über die “Universal Restore”-Funktion sogar die Wiederherstellung auf einem System mit anderer Hardware ermöglicht werden, ohne dass das Betribssystem beim ersten Neustart gleich streikt, was eine wirklich sinnolle Funktion ist, wenn nach einem Hardwarefehler kurzfristig ein neues System lauffähig gemacht werden soll.

Wer nicht immer manuell komplette Betriebssystemsicherungen fahren möchte, sondern lieber nebenbei laufende Änderungen protokolliert, kann mit der “Systemsicherung” zeitsparend und automatisch bei jedem Systemstart den aktuellen Datenbestand mitspeichern. Die Änderungen werden in einem vorher eingerichteten und reservierten Festplattenbereich geschrieben und können auch ohne Start-CD wiederhergestellt werden. Dazu muss beim Systemtart lediglich die Leertaste gedrückt werden und die Wiederherstellungskonsole von DriveClone Pro wird im PreWindows-Modus aufgerufen. Eine sehr gute Idee, denn so kann auch unterwegs mit dem Laptop das System kurzfristig wiederhergestellt werden, ohne dass Datenträger vorhanden sein müssen,.

Im Test zeigte leider gerade die automatisch laufende “Systemsicherung” Schwächen. Auf einem Rechner hing sie sich bereits nach wenigen Tagen im Betrieb beim Systemstart auf und Windows konnte nicht mehr booten. Auch DriveClone ließ sich nicht starten. Erst nachdem über die Eingabeaufforderung der Windows-Installations-CD der Bootsektor neu geschrieben worden ist, konnte das Betriebssystem wieder hochfahren und DriveClone bot nach dem Windows-Start reumütig automatisch die Deinstallation an. Für wenig erfahrene Nutzer wäre eine solche Situation im Zweifel nicht allein zu bewältigen. Daher sind derartige Fehler ein absolutes Ausschlusskriterium.
Ebenfalls kritisch zu sehen ist der sichere Datenbereich bei der “Systemsicherung”. Dieser muss vorher festgelegt werden und füllt sich mit der Zeit an. Die Größe lässt sich im Nachhinein aber nicht mehr verringern, sondern nur vergrößern. Beim Vergrößern gehen dabei alle darin enthaltene Datensicherungen verloren. Und auch das selektive Löschen einzelner Sicherungen aus dem sicheren Breich ist nicht möglich.

DriveClone beinhaltet eine Onlinehilfe, welche nur eine Orientierunghilfe gibt, jedoch keine ausführliche Funktionsbeschreibung anbietet. Bei einem wichtigen Tool, wie einem Backup-Programm, wäre ein ausführlicheres Handbuch im PDF-Format wünschenswert. DriveClone Pro 5 ist als Download-Version für 49,95 Euro erhältlich.

Fazit
DriveClone Pro 5 bietet viele Funktionen zur Datensicherung. Die Dateisicherung und die Funktion zur Erstellung kompletter Sicherungsimages und Festplattenklons sind gut zu gebrauchen. Die “Systemsicherung”, die in voreingestellten Abständen nur die aktuellen Änderungen mitsichert, ist noch nicht ganz ausgereift. Wer bei der Software-Installation die Systemsicherung deaktiviert und lediglich die Sicherungsimage-Funktion nutzt, fährt im Ergebnis sicherer.