Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Pinnacle Studio Plus 10

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Studio Plus Version 10 ist Pinnacles Videoschnittlösung für Privatanwender und der große Bruder von Pinnacle Studio 10.

Die Anwendung ist in drei große logische Blöcke aufgeteilt, die für den Videoschnitt abgearbeitet werden müssen. Aufnahme, bearbeiten und Film erstellen.

Block 1: Aufnahme
Zuerst muss Videomaterial von der Kamera auf die Festplatte überspielt werden. Dies funktioniert bei Kameras mit digitalem Ausgang denkbar einfach. Kamera in USB-/Firewire-Steckplatz stöpseln, Videoquelle auswählen und Speicherformat bestimmen. Es werden übrigens sowohl 4:3-, als auch 16:9-Sequnzen unterstützt.

Nach dem Überspielen kann die Videodatei wahlweise automatisch in einzelne Videosequenzen zerlegt werden. Dies Aufteilung kann auch Manuell geschehen. Die automatische Erkennung, die sich an Farb- und Helligkeitswerten der Frames orientiert, funktioniert aber sehr gut, so dass nur in Ausnahmefällen eine manuelle Zerteilung, die wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, vorgenommen werden sollte. Nur selten werden Szenen falsch und dann zumeist zu kurz unterteilt und können dann aber  leicht wieder zusammengefügt werden.

Block 2: Bearbeiten
Nachdem die Szenen eingeteilt sind, werden diese im Bearbeiten-Modus angezeigt. Von dort aus können die Videos auf die Zeitleiste gezogen und aneinander gereiht werden. Zwischen die Sequenzen können Übergänge, wie Überblendungen gesetzt werden. Dies alles geschieht per einfachem Drag&Drop.

Zeitleiste
Die Zeitleiste ist der Teil der Anwendung, auf dem die Videosequenzen hintereinander aufgereiht werden und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Diese kann in Studio Plus 10 auf drei verschiedene Arten angezeigt werden. Als Storyboard, als Timeline, und als Liste. Beim Storyboard wird unabhängig von der Länge der Sequenz nur ein Symbolbild angezeigt, bei der Timeline wird die Länge eines Videos durch eine Balkenlänge dargestellt und bei der Liste werden alle Aktionen lediglich untereinander als Texteinträge angezeigt. Die besten Möglichkeiten bietet die Timeline.

ps26Ansicht der vorgeteilten Videos,
Vorschaubild und Timeline.

Bearbeiten von Abschnitten und Einfügen von Effekten
Manchmal reicht es schon, Sequenzen hintereinander aufzureihen, sowie ab und an einen Übergang hinzuzufügen, um einen brauchbaren Film zu erstellen. Allerdings kommt es häufig vor, dass einzelne Videoabschnitte gekürzt oder verändert werden sollen. Per Doppelklick auf den entsprechenden Abschnitt sind weitere Funktionen sichtbar. Hier können präzise Schnitte durchgeführt, Titel und Effekte hinzugefügt werden. Titel können sowohl als Overlay, also vor dem laufenden Video, als auch als eigenständige Sequenz eingefügt werden.

Effekte sind mächtige Werkzeuge. Klug eingesetzt können sie einen Film um Längen verbessern. Problematisch wird es aber, wenn der Film unbedacht mit zu vielen Effekten überschwemmt wird. Dann wirkt der Film äußerst unprofessionell. Studio Plus 10 enthält eine ganze Reihe von Effekten. Besonders interessant sind dabei Pan&Zoom, “Geschwindigkeit”, PiP und Chroma-Key, weshalb hier kurz darauf eingegangen wird.

Pan&Zoom ermöglicht es dem Benutzer per Digitalzoom in ein bestehendes Bild oder eine Videosequenz hineinzuzoomen. Bei Fotos mit höherer Qualität führt dies nicht zu Qualitätsverlusten. Bei normalen Videos dagegen je nach Zoomfaktor schon. Es kann jedoch nicht nur gezoomt, sondern auch geschwenkt werden, was die Einsatzmöglichkeiten weiter erhöht.

Mit dem Geschwindigkeits-Effekt lässt sich die Abspielgeschwindigkeit variieren. Das ist besonders bei der Anpassung des Videos zur Musik oder zur Erzielung bestimmter Effekte nützlich. Zeitraffer und Zeitlupe sind leider begrenzt auf 1/10 bei der Zeitlupe und 5-fache Geschwindigkeit beim Zeitraffer. Wer also eine Stunde in 10 Sekunden zusammenfassen möchte (nützlich für Sonnenaufgänge oder Wolkenbewegungen) muss sich über Umwege helfen.

Chroma-Key und PiP (=Picture-in-Picture;Bild-im-Bild) bewirken zwar völlig unterschiedliche Dinge, sind aber deshalb verwandt, weil beide eine zweite Videospur benutzen. Chroma-Key ist ein Bluebox-Effekt, mit dem eine Farbe aus dem Video entfernt werden kann und so ein anderes Video hinterlegt werden kann. Bei PiP wird ein kleines Videofenster im aktuellen Film parallel abgespielt. Das Fenster kann nach belieben skaliert und positioniert werden.

Vorschau & Hintergrundrenderer
Wer zwei Bildschirme hat, profitiert von der Vorschaufunktion auf dem zweiten Bildschirm. Dort kann nämlich das Video als Vollbild ausgegeben werden. Bei der Vorschau besteht aber ein Problem mit der Rechenleistung. Speziell beim Einsatz von Effekten. Da muss dann nämlich der Prozessor auf Hochtouren arbeiten, um die Darstellung live zu berechnen. Auch moderne CPUs können das nicht leisten. Abhilfe schafft hier die Hintergrund-Render-Funktion. Diese nutzt freie Rechenzeit während der Bearbeitung, um Videosequenzen vorweg zu rendern. So werden die vom Computer zu berechnenden Datenmassen bei der Vorschau und auch bei der Endausgabe der Dateien leichter zu bewältigen.

SmartSound
Nicht selten besteht das Bedürfnis, das eigene Video mit Musik zu hinterlegen. Zwar können problemlos MP3s und andere Musikdateien importiert werden. Diese haben jedoch das Urheberrechts-Problem und können daher höchstens zur eigenen Belustigung abgespielt werden. Außerdem muss sich dann der Film an der Länge der Musik orientieren. Studio Plus 10 bietet hier Abhilfe mit verschiedenen Lizenzfreien Musikstücken, die sich in ihrer Länge auch an den Film anpassen können und immer sinnvoll aufhören.

Block 3: Film erstellen
Wenn der Film fertig gestellt ist, muss er ausgegeben werden. Dies kann auf Band, CD/DVD oder als Videodatei auf Festplatte erfolgen. Bei letzterer Option muss ein Dateiformat festgelegt werden. MPEG 1, 2 und AVI werden standardmäßig unterstützt. DivX und MPEG 4 können hinzugekauft werden. Im Übrigen bietet Studio Plus 10 viele Optionen, die man online hinzukaufen kann. So kostet beispielsweise der DivX-Ausgabecodec rund 10 Euro.

Allgemeines
Systemanforderungen
Wer mit Pinnacle Studio Plus 10 häufiger arbeiten möchte, sollte einen gut gerüsteten Rechner sein Eigen nennen. Besonders wichtig sind eine zügige Festplatte und ausreichend Arbeitsspeicher. Mit 512 MB RAM kann man zwar arbeiten, aber so richtig glücklich wird man dabei nicht. Pinnacle selbst empfiehlt 1 GB.

In unserem Test haben wir mit 512 MB, 1024 MB und 1,5 GB gearbeitet und mit 1,5 GB Arbeitsspeicher die angenehmsten Erfahrungen gemacht, wobei noch ausreichend freier Arbeitsspeicher zur Verfügung stand, um im Hintergrund einige Fenster geöffnet zu haben.

Bedienung
Von der Bedienung her ist Pinnacle Studio Plus 10 relativ einfach, wenn auch aufgrund des großen Funktionsumfangs anfangs etwas unübersichtlich. Manchmal reagiert das Programm etwas schwerfällig. Pinnacle bietet häufig Updates für Studio Plus 10 auf der Homepage an. Diese sollten unbedingt genutzt werden.

Preis
Pinnacle Studio Plus 10 ist für ungefähr 90 Euro erhältlich.

Fazit
Pinnacle Studio Plus 10 ist ein gutes Programm für Einsteiger und auch für Fortgeschrittene. Technisch ist es auch für HDV gerüstet und wer einen modernen Rechner hat, sollte mit Studio Plus 10 gut zurechtkommen. Besonders sollte auf mindestens 1 GB Arbeitsspeicher geachtet werden.

Wegen des großen Funktionsumfangs sollte man sich besonders anfangs etwas Zeit nehmen und das Programm in Ruhe erkunden. Learning by doing bringt hier viel und ein Blick in die Hilfedatei erleichtert häufig auch das technische Verständnis.

Jaws PDF Creator 4

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Jaws PDF-Creator 4 ist ein Programm zur Erstellung von Adobe-Acrobat-kompatiblen PDF-Dateien. PDF steht für “portable document file”. Dieses Format wurde in seiner ersten Version 1993 von der Firma Adobe vorgestellt. Es dient nicht nur dazu, Dokumente auf verschiedenen Systemen unabhängig von der installierten Software anzuzeigen, sondern ermöglicht auch eine Darstellung, die auf allen Systemen identisch ist. PDF-Dokumente werden mit dem kostenlos erhältlichen “Acrobat Reader” angezeigt. Jaws PDF-Creator unterstützt die PDF-Version 1.5.

Konvertierung
Mit Jaws PDF-Creator kann ein Dokument auf mehrere verschiedene Arten in eine PDF-Datei konvertiert werden. Per Druckauftrag, über die Jaws-PDF-Anwendung oder durch ein Microsoft-Office PlugIn.

Jaws PDF Creator installiert sich als virtueller Drucker. Das bedeutet, dass Nutzer aus jeder Anwendung, die eine Druckfunktion bietet PDF-Dateien erstellen können. Dabei muss lediglich als Drucker der ‘Jaws PDF Creator’ ausgewählt werden. Dann wird man lediglich nach dem Dateinamen und der Ausgabequalität gefragt und die Datei ist fertig.

Der Jaws PDF Creator integriert sich außerdem in Microsoft Excel, Word und PowerPoint. Dadurch profitiert der Anwender bim Ablegen im PDF-Format von den zusätzlichen Funktionen, die diese Programme bieten. So können verschiedene Einstellungen zu Hyperlinks und Notizen gemacht werden.

Die dritte Möglichkeit bietet ‘Jaws toPDF’. Das ist eine eigenständige Anwendung, über die per Drag&Drop vorhandene PostScript und EPS-Dateien in das PDF-Format gebracht werden können.

Weitere Funktionen
Neben der reinen PDF-Erstellung können noch verschiedene Einstellungen vorgenommen werden. Da wären vorkonfigurierte Qualitätseinstellungen und die Kompression. Besonders praxisrelevant sind auch die Sicherheitseinstellungen. Durch sie kann festgelegt werden, ob beim Öffnen des Dokuments ein Kennwort abgefragt werden soll. In Abhängigkeit von der PDF-Version wird eine 40- oder 128-Bit-Verschlüsselung eingesetzt. Auch die Drucken- und Kopieren-Funktionen des PDF-Dokuments können deaktiviert werden. Dies ist bei Veröffentlichungen über das Internet hilfreich, um Urheberrechte zu schützen und um eine uneingeschränkte Nutzung zu verhindern.

Leider können die Einstellungen nicht über den Druckertreiber bei jedem Druckvorgang vorgenommen werden, sondern müssen über die Systemsteuerung eingestellt werden müssen. Das macht es etwas umständlicher, bei jedem einzelnen Druckvorgang andere Einstellungen vorzunehmen.

Jaws PDF-Creator kostet 89 € als Download-Version und 114 € als Box-Version.

Fazit
Jaws PDF-Creator bietet einen guten Funktionsumfang und eine einfache Bedienung.