Computer enthalten häufig sensible Informationen geschäftlicher oder privater Natur, die nicht in fremde Hände gelangen sollen. Ein vergessener oder gestohlener Laptop wäre dann ein Albtraum. Einfache BootUp-Passwörter sind meist nur kleine Abschreckungen aber keine echten Hürden, wenn jemand wirklich an wichtige auf dem PC gespeicherte Informationen gelangen möchte. Schon effektiver ist die Verschlüsselung einzelner Dateien. Jedoch besteht dann immer noch die Möglichkeit, temporäre Kopien im unverschlüsselten Bereich der Festplatte auszulesen.
WinMagics SecureDoc geht einen Schritt weiter und verschlüsselt gleich die ganze Festplatte. Nach der Installation der Software kann man beginnen. Je nach Datenträgergröße und Systemkonfiguration dauert solch ein Vorgang realistischerweise etwa zwischen einer und vier Stunden. Die Verschlüsselung kann zwischenzeitlich auch unterbrochen werden und der PC kann ausgeschaltet werden.
Der Zugang zur Festplatte wird nach Aktivierung der Veschlüsselung per Kennwort geschützt. Dieses muss als pre-boot authentication schon vor dem ersten tatsächlichen Festplattenzugriff eingegeben werden. Wird das Kennwort dreimal falsch eingegeben, wird der PC gesperrt und erst nach einem Neustart können wieder Kennwörter eingegeben werden. Nach korrekter Eingabe startet der PC ganz normal und nur ein kleines Symbol in der Taskleiste erinnert an die Verschlüsselung. Ein nützliches Feature ist die automatische Anzeige der falschen Passworteingaben nach dem Windows-Start. So können potentielle Gefahren schnell aufgedeckt werden.
SecureDoc unterstützt neben einer einfachen Passwortabfrage auch die gängigen SmartCards und USB-Hardware Tokens. Auf ihnen kann man die Schlüsseldatei hinterlegen und so die Sicherheit noch weiter erhöhen.
Sehr angenehm ist, dass sich die Zugriffszeiten der Festplatte durch die Verschlüsselung nur geringfügig verschlechtern. Subjektiv bemerkt man es meistens nicht und auch die Mehrbelastung des Prozessors hält sich in Grenzen.

Login zur Verschlüsselungs-Konfiguration
Da die Benutzeroberfläche -insbesondere für Einsteiger- nicht selbsterklärend ist, sollte vor der Einrichtung unbedingt das PDF-Handbuch gelesen werden. Wichtig für den deutschen Sprachraum ist auch, dass in SecureDoc das deutsche Tastaturlayout vor dem ersten Neustart aktiviert wird. Denn sonst frustriert man bei der Kennworteingabe leicht, da nur *** anstatt von Buchstaben angezeigt werden und daher die falschen Zeichen bei der Eingabe garnicht erkennbar sind.
Fazit
SecureDoc verwandelt den PC in einen Tresor. Das Programm ist technisch gut und zuverlässig. Wünschenswert wäre aber eine einfachere Bedienung.
Die Website und deren Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten.