
Nach langer Wartezeit ist Battlefield nun in der Gegenwart angekommen. Waren es in “Battlefield 1942″ noch historische Kriegsschauplätze des zweiten Weltkrieges, so sind die Einsatzgebiete in “Battelfield 2″ nun fiktive Konfliktherde der Moderne.
Seit dem ersten Teil hat sich spieltechnisch einiges getan, doch die Grundprinzipien, so viele Stützpunkte einzunehmen, wie es nur geht, und so viele Gegner zu eliminieren, bis dessen Tickets (so wird die Anzahl der noch einsetzbaren Soldaten genannt) auf null steht.
Geändert hat sich jedoch der Weg dorthin und die taktischen Möglichkeiten haben sich enorm vergrößert. In Battlefield 2 wird jedes Team noch mal in verschiedene Gruppen, so genannte Squads aufgeteilt. Diese Squads werden von einem Commander befehligt. So ist auch in diesem Kleinkrieg eine Befehlsstruktur gegeben. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Spielern funktioniert online nun auch über Sprechfunk, so dass Informationen schneller ausgetauscht werden können, als lediglich via Chat.
Der Spieler kann aus sieben verschiedenen Ausrüstungstypen wählen. Jeder Typ hat in der Schlacht seine Vor- und Nachteile. Neben den bereits aus der Vorgängerversion bekannten Scharfschützen, Sturmsoldat, Pionier, Sani und dem Panzerabwehrschützen sind der Versorgungssoldat und eine Sondereinheit hinzugekommen. Der Versorgungssoldat kann Kameraden, die “auf dem Trockenen” sitzen, neue Munition verpassen. Die Sondereinheit kann C4 Sprengstoff verteilen und so gegnerische Anlagen ins Nirwana befördern. Eine weitere äußerst nützliche Neuerung sind Nebelgranaten, die gerade im Häuserkampf ein paar ruhige Sekunden oder einen Rückzug sichern können.
Neu ist auch, dass man per Landkarte Artillerieunterstützung anfordern kann. Man wählt einfach auf der Karte den Punkt aus, auf den gefeuert werden soll und wartet auf den Feuerhagel von oben.
Wie schon im Vorgängerspiel kann man in Battlefield 2 auch eine Reihe von Fahr- oder Fluggerät bedienen, deren Steuerung nun viel ausgefeilter ist. So können Hubschrauber und Kampfjets nun besser bedient werden. Auch in Sachen Panzer gibt es eine kleine (aber wichtige) Neuerung. Könnt ihr euch noch erinnern, wen man als Sniper am ehesten weggefegt hat? Genau: den Deppen, der oben am MG des Panzers saß, wie eine Zielscheibe. Jetzt ist der besser geschützt, indem er einfach in den Kopf einziehen kann, sobald die Luft “bleihaltig” wird.
Grafisch ist Battlefield 2 der absolute Hammer, bei dem es überhaupt nichts auszusetzen gibt. Naja, nichts bis auf die Systemvoraussetzungen. Die sind nämlich nicht von schlechten Eltern: 512 MB RAM und Minimum 128 MB 3D-Grafikkarte sind Pflicht. Das wird in der Fangemeinde wohl aber niemanden abschrecken können.
Ausgeliefert wird das Spiel übrigens auf einer DVD. Das hat sowohl einen Vor-, als auch einen Nachteil. Man braucht nun zwar nicht mehr die Discs während der Installation zu wechseln. Leider muss man nun aber zweimal Geld ausgeben, wenn man “Battlefield 2″ übers Netzwerk spielen will.
“Battlefield 2″ ist für ca. 45 € in den Läden erhältlich und hat eine Altersempfehlung von 16 Jahren.
Fazit
“Battlefield 2″ ist der absolute Action-Strategie-Hammer. Das Spiel hat durch viele Neuerungen deutlich an Rasanz zugenommen. Die strategischen Möglichkeiten haben sich vervielfacht und lassen nun eine realistischere Kriegsführung am heimischen PC zu. “Battlefield 2″ ist ein echtes Top-Game!