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Buchscanner: Plustek OpticBook 4600

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Jeder, der bereits einmal ein paar Seiten aus einem fest gebundenen Buch kopiert hat, kennt den charakteristischen Falzschatten und die meist damit verbundene Textverzerrung an der Verbindungsstelle zwischen den Seiten, wenn das Buch flach auf die Scanner- oder Kopierscheibe gelegt wird. Der Falzschatten sieht im Bestfall nur unprofessionell aus. Im ungünstigeren Fall schränkt er allerdings die Lesbarkeit der Kopie ernstlich ein. Wenn man bei normalen Scannern während des Scanvorgangs kräftig auf den Buchrücken drückt, um so den Falzschatten möglichst klein zu halten, läuft man auch noch Gefahr, durch den Druck Buch und Scanner zu zerstören.

Spezielle Buchscanner sorgen durch die besondere technische Ausgestaltung dafür, dass ein Falzschatten gar nicht erst entstehen kann. Daher ist die Anschaffung eines Buchscanners in solchen Anwendungsbereichen besonders empfehlenswert, in denen häufiger aus Büchern kopiert wird, also in Bibliotheken, Universitäten und Archiven.

Der OpticBook 4600 von Plustek ist ein solcher Buchscanner. Im Gegensatz zu sehr viel teureren Buchscannern, die das aufgeschlagene Buch von oben quasi abfotografieren, behilft sich der OpticBook mit einem prinzipiell einfachen Trick, um die Falzverzerrung zu umgehen: Die Scanscheibe reicht an einer Seite des Scanners bis zum Rand, so dass ein Buch mit der Falz an diese Kante gelegt werden kann und so gar keine Wölbung und daher auch keine Verzerrung entstehen kann. Darüber hinaus wird ein Buch durch das Scannen auch vom Material her nicht so stark beansprucht, da es nur um 90° aufgeschlagen werden muss, anstatt wie bei normalen Scannern um 180°.

Ferner findet man im Lieferumfang des OpticBook 4600 einen Standfuß aus Metall, auf den der Scanner gestellt werden kann. Der Standfuß bewirkt, dass der Scanner vorn an der Scan-Kante angehoben wird und nach hinten abfällt. Dadurch liegen gerade schwere Bücher durch das Eigengewicht ohne zusätzlichen Druck besser auf der Scan-Kante. Außerdem können große Bücher bequemer auf den Scanner gelegt werden. So wird das Ablichten einfacher.

Erstaunlich ist die Geschwindigkeit, mit welcher das Gerät Seiten scannt. Bei 300 dpi benötigt der OpticBook 4600 im Graustufenmodus für eine DIN A4-Seite vom Knopfdruck bis hin zum Abfahren der Seite knapp 4 Sekunden. Rechnet man den Rückweg des Scan-Wagens ein, dauert es noch 2 Sekunden länger. In Farbe dauert der Vorgang etwa eine Sekunde länger. Mit dieser wahrlich unglaublichen Geschwindigkeit ist der OpticBook 4600 eine Rakete.

In Punkto Qualität bietet der OpticBook 4600 maximal 1200×2400 dpi. Das ist zwar deutlich mehr, als die üblichen 300 dpi für Texterkennungs-Lösungen, jedoch wesentllich weniger als die meisten “normalen” Scanner bieten. Ansonsten ist die Bildqualität gut, lediglich Fotos geraten ein wenig zu unscharf.

Der Scanner selbst verfügt neben dem Stromschalter nur über eine Funktionstaste, welche durch die Treibersoftware konfiguriert werden kann. Der Nutzer kann im Programm wählen, ob ein Tastendruck bewirkt, dass die Vorlage als Datei gespeichert, per E-Mail verschickt, an den Drucker gesendet oder aber durch eine Texterkennungssoftware gejagt wird. Eine Vorschaufunktion zur komfortablen Bildausschnittswahl fehlt bei der Bedienung über die Scannertaste jedoch ganz. Der Bildausschnitt muss anhand der vorher abgemessenen Größe der Vorlage “blind” eingestellt werden. Eine bequemere Bildausschnittswahl-Funktion ist nur von Bildbearbeitungsprogrammen aus verfügbar. Schade.

Auch die Auto-Zuschnitt-Funktion liefert selbst nach mehreren Nachjustierungs-Versuchen keine befriedigenden Ergebnisse. Sonst könnte man wenigstens eine komplette Seite scannen und den relevanten Bildausschnitt automatisch herauslösen lassen. Vielleicht wird das noch in einem zukünftigen Treiberupdate verbessert.

Der OpticBook 4600 wird unter anderem mit Readiris Pro 10 Corporate geliefert. Diese OCR-Software ermöglicht sogar die Stapelverarbeitung und Speicherung als durchsuchbare PDF-Datei. Auch die automatische Seitendrehung und die Texterkennung funktionieren zuverlässig. Da gibt es nichts auszusetzen.

Eine Bedienungsanleitung und eine FAQ sind als PDF- bzw. Hilfedatei auf der CD enthalten. Eine Aufbauanleitung ist auch in gedruckter Form mit dabei. Dabei hätte gerade die Betriebsanleitung ausführlicher ausfallen können.

Der Plustek OpticBook 4600 kostet etwa 650-700 Euro. Was für einen normalen Scanner sehr teuer erscheint, ist verglichen mit den sehr teuren (professionellen) Buchscannern schon eher ein Schnäppchen.

Fazit
Der OpticBook 4600 von Plustek ist ein brauchbarer Buchscanner. Er kann im privaten Bereich ebenso gut eingesetzt werden, wie in öffentlichen Einrichtungen oder Unternehmen. Er ist sehr schnell, liefert eine gute Bildqualität und bietet einen üppigen Lieferumfang. Einzig an der Bedienung der Treibersoftware könnte noch ein wenig geschliffen werden, um eine reibungslosere Bedienung des Scan-Buttons am Gerät zu ermöglichen. Insgesamt ist es ein “gutes” Gerät.

Wer einen günstigeren Buch-Scanner sucht, ist übrigens mit dem kleinen Bruder, dem Plustek OpticBook 3600, gut beraten. Dieser kostet etwa 250 Euro und ist mit etwa 10 Sekunden pro A4-Seite etwas langsamer. Echte Alternativen von anderen Firmen gibt es in diesem Preissegment nicht.

Notebookrucksäcke: Case Logic und Trust Notebook Backpack

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Ob im Studium, bei der Arbeit oder in der Freizeit – Notebooks begleiten uns immer häufiger auf unseren Reisen. Eine praktische Transportmöglichkeit bieten Rucksäcke. Laptops sind jedoch teuer und empfindlich, weshalb die Rucksäcke speziell für den Transport der kleinen Computer konstruiert sein sollten. Wir haben zwei Modelle für 15,4″-Laptops unter die Lupe genommen.

Wichtigste Komponente ist das separate Notebookfach. Es soll einerseits den Spielraum, in dem der Laptop während des Transports hin- und herrutschen kann, begrenzen und andererseits Stöße abfangen. Eine gute Polsterung ist daher unerlässlich. Der “Urban” bietet ein gut zugängliches Hauptfach, in dem sich ein separates gepolstertes Laptop-Fach befindet. Die Polsterung ist am Rücken etwas dünner, an den anderen Seiten und am Boden mitteldick und damit für leichte Stöße ausreichend.
Der “Notebook Backpack” hat ebenfalls ein unterteiltes Hauptfach und eine ähnlich dicke Polsterung. Zusätzlich kann man das Notebook mit einem Klettverschluss fixieren. Allerdings ist die Seitenpolsterung nur rund 27cm hoch, so dass etwa 8cm des Notebooks ungeschützt sind. Das ist zuviel.

Ein sicherer Rucksack sollte auch einen Umfallschutz bieten, also stabil stehen bleiben, wenn er auf die Grundfläche abgestellt wird. Beide Rucksäcke stehen nicht stabil, wenn nur das Notebook transportiert wird. Der “Urban” gewinnt an Stabilität, je mehr sonstige Gegenstände hinzugeladen werden. Befüllt mit Netzteil, 2 Mäusen und einer Diebstahlsicherung für Laptops steht er aufrecht und rollt beim Umfallen nach Vorn auch gut ab, so dass Beschädigungen für das Notebook unwahrscheinlich sind.
Der “Notebook Backpack” war im Test mangels ebener Rucksack-Bodenfläche auch befüllt nur mit viel Mühe zum Stehen zu bringen.

Wer einen halben Tag lang mit einem Laptop samt Zubehör auf dem Rücken durch die Stadt läuft, weiß einen guten Tragekomfort zu schätzen. Der “Notebook Backpack” liegt gut am Rücken an und kann vorn mittels zweier Schnallen um Brust und Bauch fixiert werden, was speziell beim Fahrradfahren bequem ist. Der “Urban” liegt auch voll beladen noch verblüffend sanft auf den Schultern auf und er hat einen großen stabilen Griff, um den Rucksack mit einer Hand zu tragen. Der “Notebook Backpack” hat immerhin eine Schlaufe, durch die allerdings nur drei Finger passen.

Neben dem Laptop muss auch Zubehör mit in den Rucksack passen. Absolutes Minimum ist hier ein Netzteil, Maus, Diebstahlsicherung und eine externe 2,5″-Festplatte. Und gerade in Beruf und Studium ist es wichtig, dass neben dem Laptop samt Zubehör auch noch ausreichend Platz für Schreibblock und Stifte vorhanden ist.
Beim “Notebook Backpack” fand in der kleineren vorderen Tasche das Netzteil, Maus und Diebstahlsicherung Platz. In einem zweiten, etwas größeren Fach konnten Festplatte und Stifte untergebracht werden. Im Hauptfach fand ein College-Schreibblock Platz. Danach war der Rucksack auch schon fast voll.
Beim “Urban” fand in einer vertikalen Tasche an der Front das Netzteil seinen Platz, Maus und Sicherung in kleinen Täschchen im Hauptfach und die Festplatte in einem durch Reißverschluss abgetrennten Teil des Hauptfachs. Die Stifte wurden in einer von zwei kleinen Taschen an der Vorderseite verstaut und sind gut zugänglich. Der Collegeblock war im Hauptfach. Ferner hatte sogar noch ein großer Ordner im Hauptfach Platz, bevor der gesamte Platz ausgenutzt war.

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Beide Rucksäcke sind eher unauffällig gehalten, was Rückschlüsse auf ihren wertvollen Inhalt anbelangt. Der “Notebook Backpack” sieht sportlich aus, der “Urban” wie ein schlichter Rucksack.

Als sonstiges Zubehör bietet der “Notebook Backpack” einen integrierten Regenschutz, der an der Oberseite angebracht ist und über den ganzen Rucksack gestültp werden kann. Der “Urban” hat als kleines Feature eine USB-Stick-Tasche.

Der “Urban” von Case Logic kostet etwa 50 Euro, der Notebook Backpack von Trust ist für circa 30 Euro erhältlich.

Fazit
Der “Notebook Backpack” von Trust sieht sportlich aus, bietet ausreichen Platz für Notebook und Zubehör aber nur begrenzt Raum für sonstige Gegenstände. Schade ist, dass die Polsterung im Hauptfach zu klein ist und der Rucksack nicht auf der Grundfläche stehen kann.
Der “Urban” von Case Logic bietet genug Raum, um neben dem üblichen Zubehör sogar noch einen vollen Büro-Ordner hineinzulegen und eine gute Polsterung schützt den Laptop vor Stößen.