Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Oxford Papershow

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In Meetings, bei Tagungen und auf Dienstbesprechungen werden heute oft PCs und Beamer eingesetzt, um Multimedia-Präsentationen an die Leinwand zu werfen. Auch Flipcharts finden sich oft in Besprechungsräumen. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Multimedia-Präsentationen eignen sich hervorragend, um vorbereitete Inhalte dem Publikum zu präsentieren. Will der Redner jedoch ad hoc während des Vortrags eine Skizze einfügen, stellt ihn das vor schier unlösbare Herausforderungen. Jeder der einmal versucht hat, mit der Maus aus dem Stand freihand etwas zu Zeichnen, weiß was gemeint ist. Flipcharts dagegen sind klasse, wenn es um die schriftliche Fixierung von spontanen Eingebungen geht, veranlassen aber auch alle Anwesenden zum Mitschreiben, anstatt sich aktiv zu beteiligen.

Papershow von Oxford will die Kreativität und Spontanität von Flipcharts mit den Vorteilen der digitalen Welt verbinden. Ausgangspunkt ist eine simple Idee: Was mit einem Stift auf einem Blatt Papier gezeichnet wird, soll auf PC und Beamer übertragen werden. Die Umsetzung dagegen ist technisch etwas anspruchsvoller. Ein spezieller Kugelschreiber mit integrierter Kamera schreibt auf besonders gerastertem Schreibpapier. Die Kamera erkennt die Bewegungen und Striche, leitet diese per Bluetooth an einen beigefügten USB-Stick weiter und ermöglicht so die Darstellung auf einem Bildschirm oder Beamer. Die so gezeichneten Skizzen können als PDF oder PowerPoint-Folien digital weiterverwendet und an die Teilnehmer verteilt werden. Kontraproduktives Mitschreiben während eines Meetings ist so nicht mehr nötig.

Das gerasterte Spezialpapier ist Schreib- und Bedienungsoberfläche zugleich. Neben der Schreibfläche befinden sich Symbole, mit denen Farbe und Linienbreite sowie verschiedene andere Zeichenfunktionen sozusagen als Shortcut zugänglich sind. Dazu muss mit dem Stift nur auf das gedruckte Symbol gedrückt werden. Der PC schaltet dann sofort in den gewünschten Modus.

So viel zur Theorie. In der Praxis funktioniert Papershow sehr einfach und recht zuverlässig. Eine Installation auf jedem PC, mit dem Papershow genutzt werden soll, ist nicht nötig. Einmalig lädt die Installationsanwendung auf dem USB-Stick die Anwendungssoftware aus dem Internet und speichert sie auf dem Stick. Anschließend kann Papershow ohne Installation portabel mit jedem Windows XP oder Vista-Rechner genutzt werden. Die Bedienung fällt leicht, denn viel mehr als auf dem Papier schreiben muss man nicht tun. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit sind die Symbole neben der Schreibfläche leicht zu bedienen. Die Zeichnungen und Notizen gehen leicht von der Hand. Die PC-Software ist simpel gehalten. Man kann Powerpoint-Folien oder Fotos in die Anwendung importieren und diese kommentieren oder auch leere digitale Flipcharts erstellen. Eine Exportfunktion in PDF und Powerpoint ist vorhanden. Eine Speicherfunktion als Bilddatei (JPEG, TIFF, etc.) wäre allerdings noch wünschenswert.

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Papershow im Einsatz. Die Darstellung auf dem PC/Beamer kann farblich aufgepeppt werden.
Die Bedienung gestaltet sich nach kurzer Eingewöhnzeit intuitiv-einfach.

Papershow wird als Starterpack ab November 2008 für 149 EUR erhältlich sein. Enthalten sind 30 Blatt gerastertes Druckerpapier, ein 48-seitiger Skizzenblock mit gerastertem Papier, der Papershow-Stift mit 3 Ersatzminen, ein Bluetooth/USB-Speicherstick, ein Aufbewahrungsetui und ein kleiner Ordner. Das ist preislich fair und reicht zum Ausprobieren. Dann muss aber bald neues Verbrauchsmaterial her. Ersatzpapier wird 11,95 Euro für einen 48-Blatt-Block kosten. 200 Blatt Druckerpapier 17,95 Euro. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen. Einsatzgebiete für Papershow sind primär Meetings und Lehrveranstaltungen.

Fazit
Papershow ist eine hervorragende Idee, auf die man wohl auch hätte früher kommen können. Eine praktische Kombination aus digitaler Technik (PC, Beamer) und analogen Vorteilen (Handskizzen), die begeistert. Das Einstiegsset ist mit 149 Euro nicht teuer, teurer könnte es dagegen mit dem Verbrachsmaterial kommen.

LL.M. in IT-Recht an der Universität Hannover

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Die noch bis vor wenigen Jahren herrschende Ansicht unter Internetnutzern, das Internet sei ein rechtsfreier Raum oder doch wenigstens eine rechtliche „Grauzone”, ist – nicht zuletzt wegen zahlreicher Massenabmahnungen seitens der Musik- und Videospielindustrie – mittlerweile der ernüchternden Erkenntnis gewichen, dass der lange Arm des Gesetzes auch bis in die virtuelle Welt hinein reicht. Obwohl mittlerweile zahlreiche Rechtsvorschriften zu IT-Sachverhalten existieren, gibt es unter ausgebildeten Juristen zwar viele selbst erklärte aber tatsächlich nur wenige echte Fachmänner (oder -frauen) in diesem Bereich. Dies liegt neben einer allgemein zu beobachtenden Technikphobie unter Juristen auch daran, dass die relevanten Themen nicht Teil des Pflichtstoffs an deutschen Universitäten sind. Der fehlende Schwerpunkt in der Ausbildung bildet aber keinesfalls die immer größer werdende Relevanz in der Praxis ab. Neben alltäglichen ebay-Gewährleistungsproblemen stellen sich hier reihenweise spannende Rechtsfragen, die es zu lösen gilt. Damit wird nicht selten juristisches Neuland erschlossen und profundes Wissen ist Grundvoraussetzung für Erfolg in diesem Bereich.

Das Institut für Rechtsinformatik, kurz IRI, an der Leibniz Universität Hannover widmet sich seit nunmehr 25 Jahren der Erschließung dieses neuen Rechtsgebiets und ist damit die älteste derartige Einrichtung an einer deutschen Universität. Im Rahmen des einjährigen postgradualen LL.M.-Studiengangs „EULISP” (European Legal Informatics Study Programme) werden dort Juristen zu IT-Rechts-Profis ausgebildet. Dabei findet das Studium halbjährig in Hannover und halbjährig an einer von zehn europäischen Partneruniversitäten statt und wird durch eine Masterarbeit und der Verleihung des akademischen Grades „Master of Laws” (LL.M.) abgeschlossen. Wer den Auslandsaufenthalt an der Partneruniversität in Oslo wählt, kann sogar einen so genannten „double degree” erwerben und damit zwei LL.M.-Titel ohne zusätzliche Studiendauer erwerben.

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Inhalte des Studiums sind neben Fragen des E-Commerce- und des Softwarevertragsrechts auch das Telekommunikationsrecht, das Medienrechts und das Computerstrafrecht. Aber auch datenschutzrechtliche, patent- und urheberrechtliche Fragestellungen gehören zu den Schwerpunkten der Ausbildung. Es wird ebenfalls ein Kurs für die technischen Grundlagen der Informationstechnologie angeboten. Auch bei der Auswahl der Dozenten spiegelt sich die Praxisnähe des Programms wieder: neben Universitätsprofessoren werden die Kurse von Praktikern aus renommierten Anwaltskanzleien und aus der Wirtschaft veranstaltet.

Die Zusatzqualifikation im IT-Recht eröffnet interessante Beschäftigungsmöglichkeiten in spezialisierten Kanzleien, Rechtsabteilungen und zusehends auch in Behörden. Der Bedarf an echten Fachkräften in diesem Bereich ist groß, die Jobaussichten gut.
Das Studienangebot richtet sich an Absolventen eines rechtswissenschaftlichen Studiums in Deutschland oder aus dem Ausland. Die Studiengebühren betragen 750 Euro für das Semester in Hannover.

In Kürze
Abschluss:
LL.M. (Master of Laws)
Studiendauer:
2 Semester (je 1 Semester in Hannover und einer von 10 europäischen Partneruniversitäten)
Kosten:
750 Euro für das erste Semester
Zielgruppe:
Juristen mit Staatsexamen oder vergleichbarem Abschluss
Bewerbungsschluss:
15. Juli

Studieninhalte
-Computerstrafrecht
-Datenschutzrecht
-E-Commerce
-IT Grundlagen
-Medienrecht
-Patentrecht
-Softwarevertragsrecht
-Telekommunikationsrecht
-Urheberrecht