Computer-TIP - Testberichte, Informationen & Produktvorstellungen

 

Silex USB Device Server

Wer Perepheriegeräte gleichzeitig an mehreren Computern nutzen will, muss bei der Wahl der Endgeräte darauf achten, dass diese einen Netzwerkanschluss haben. Das schränkt nicht nur die Auswahl stark ein, sondern belastet auch den Geldbeutel, denn netzwerkfähige Endgeräte sind regelmäßig sehr teuer.  Eine mögliche Alternativlösung des Problems bietet der USB-Server SX-3000GB von Silex. Dieser ermöglicht es, normale USB-Geräte im Netzwerk für alle Computer verfügbar zu machen.

Der SX-3000GB hat einen Ethernet-Anschluss und zwei USB-Schnittstellen. Das Gerät wird mit einem Netzwerkkabel verbunden und die USB-Gerät, die für alle Rechner verfügbar gemacht werden sollen, werden eingesteckt. Nach erstmaliger Einrichtung des USB-Servers per Software muss auf allen Computern ein Client-Programm namens “SX Virtual Link” installiert werden. Dieses Programm ist sowohl für Windows als auch für Mac OS verfügbar und listet alle mit dem USB-Server verbundenen Geräte auf und verbindet diese auf Wunsch mit dem jeweiligen Rechner. Anschließend kann das USB-Gerät so genutzt werden, als ob es physisch direkt am Computer angeschlossen wäre.

An den USB-Server können prinzipiell alle Arten von Geräten betrieben werden. Drucker, Festplatten oder Scanner. So kann man beispielsweise einfach eine externe Festplatte als Netzwerkspeicher nutzen. Zwar hat der USB Geräteserver lediglich zwei USB-Schnittstellen, über USB-Hubs können allerdings bis zu 15 Geräte angeschlossen und gleichzeitig betrieben werden. Im Test haben wir erfolgreich 5 Geräte in Betrieb gehabt (zwei Drucker, ein Scanner, zwei Festplatten).

Eine wichtige Einschränkung ist, dass ein Gerät gleichzeitig nur mit einem Computer verbunden sein kann. Ist beispielsweise ein Drucker im Netzwerk verfügbar gemacht und ist der Drucker einem PC zu gewiesen, müssen alle anderen Nutzer warten, bis die Verbindung mit dem Drucke per Knopfdruck in der Software getrennt worden ist, bevor der Drucker einem anderen Computer zugewiesen wird. Gleiches gilt natürlich auch für Netzwerkspeicher oder sonstige Geräte. Immerhin zeigt die Treibersoftware an, mit welchem Computer ein bestimmtes Gerät gerade verbunden ist und es wird die Möglichkeit geboten, eine kurze Freigabenachricht an den aktuellen Nutzer zu senden, die dann auf dessen Bildschirm auftaucht.

Die “SX Virtual Link” Software funktionierte im Test gut. Unter Windows gab es keinerlei Probleme, unter Mac OS wurde das USB-Gerät vereinzelt erst nach mehrmaligen Verbindungsversuchen erkannt. Das Programm kann wahlweise so konfiguriert werden, dass bestimmte Geräte beim Systemstart automatisch einem PC zugewiesen werden, oder dass sie manuell verbunden werden müssen. Letzteres bietet sich für  Arbeitsgruppen mit mehreren PCs an.

Ein Netter Nebeneffekt der Nutzung des Device Servers ist, dass die sonst bestehenden USB-Restriktionen bei Kabellängen (ca. 5 Meter) umgangen werden, da dies für Netzwerkkabel nicht gelten. So kann ein USB-Gerät auch (wie bei uns im Test) 15 Meter Kabellänge vom nächtsten Computer entfernt sein. Das wäre mit normalen USB-Kabeln undenkbar.

Fazit
Der USB Device Server SX-3000GB von Silex ist einfach zu bedienen, funktionierte im Test gut und ist für viele Büros, die USB-Geräte an mehreren Arbeitsplätzen verfügbar machen wollen, eine empfehlenswerte Anschaffung. Einzig die (bei solchen Geräten allerdings übliche) Restriktion hinsichtlich der parallelen Verbindung sollte beachtet werden.

Conceptronic Grab’n'Go Netzwerkspeicher

Eine Netzwerkfestplatte ist eine elegante und pflegeleichte Art und Weise, Dateien im Heim- oder Firmennetzwerk für alle Computer abrufbar zu machen. Der Grab’n'Go CH3MNAS ist ein NAS-Gehäuse, das über einen Gigabit-Netzwerkanschluss verfügt und Platz für zwei HDDs bietet.

Das Gerät wird ohne Festplatten ausgeliefert. Man kann eine oder zwei SATA-HDDs installieren. Deren horizontale Montage ist auch ohne Schrauben zu bewältigen. Der Grab’n'Go unterstützt eine Gesamtkapazität von 4TB. Die Festplatten können auf Wunsch als RAID 0 (Geschwindigkeit) oder RAID 1 (Datensicherheit) betrieben werden.

Die Konfiguration der Festplatten und die optionale Rechtevergabe erfolgen über ein mitgeliefertes Programm bzw. über den Internetbrowser und gestalten sich relativ einfach. So können auch Details, wie der Stromspar-Mechanismus eingerichtet und die Temperatur abgefragt werden. Die Datenübertragung erfolgt stabil und auch das Kopieren sehr großer Datenmengen war im Test fehlerfrei möglich. Die Übertrgungsgeschwindigkeit liegt im mittleren Bereich für Gigabit NAS-Geräte.

Interessant am CH3MNAS sind die Zusatzfunktionen. Das Gerät beinhaltet einen FTP-, iTunes- und UPnP-Server. Darüber hinaus kann an der rückseitigen USB 2.0-Schnittstelle ein Drucker angeschlossen und im Netzwerk freigegeben werden. Verschiedene andere Funktionalitäten und Features können über eine die Installation einer FunPlug-Linux-Erweiterung hinzugefügt werden.

Eine einfache Installationsanleitung für die Montage und Einrichtung der Festplatten ist im Lieferumfang enthalten. Nach detaillierten Instruktionen, wie man die integrierten Server, insbesondere den Print-Server betreibt, sucht man allerdings vergebens. Und obwohl sich der Hersteller der Erweiterung mittels FunPlug rühmt, findet sich in der Anleitung nicht einmal ein Hinweis darauf. Für Einsteiger ist es ohne umfangreiche Internetrecherche praktisch nicht möglich, von diesen Features zu profitieren.

Der Grab’n'Go CH3MNAS von Conceptronic ist zu einer Preisempfehlung von 199 Euro im Handel erhältlich. Im Internet ist das Gerät aber auch für rund 150 Euro zu bekommen.

Fazit
Der CH3MNAS von Conceptronic ist eine robuste Netzwerkfestplatte mit guter Erweiterbarkeit und leicht zu konfigurierenden Grundfunktionalitäten. Insofern ist das Gerät auch für Einsteiger emfpehlenswert. Leider sind die über das reine Speichern von Dateien hinausgehenden Zusatzfunktionen nur unzureichend oder überhaupt nicht in der Bedienungsanleitung dokumentiert und für Nutzer mit geringem Kenntnisstand de facto nicht nutzbar.